Knoten
Der erste praktische Kontakt mit der Schifffahrt beginnt meist damit, dass man irgendwo eine Leine losbinden soll. Der Sammelbegriff für alle Arten von Leinen ist Tauwerk. Anfang und Ende einer Leine heissen Tampen. Aber auch kürzere Stücke Tauwerk werden als Tamp(en) bezeichnet. Das festgemachte Teil “stehende Part” und das freie Teil “lose Part”. Ein Auge ist eine Schlaufe und “aufschießen” einen Tampen kreisförmigSss zusammenzulegen. Schwere Leinen tragen den Namen Trossen. Verwendet wird auf Schiffen fast nur noch Kunstfasertauwerk (Polyester, Polyamid, Polypropylen). Es hat gegenüber dem alten Naturfasertauwerk viele Vorzüge: Es ist verottungsfest und altert nur langsam. Es hat eine hohe Reissfestigkeit, ein geringes spezifisches Gewicht und nimmt nur wenig Wasser auf. Es hat aber auch Nachteile: Es ist nicht sehr griffig, verliert an Festigkeit durch Wärme, Reibung und UV-Bestrahlung und ist sehr empfindlich gegen Scheuern.
Wieso eigentlich Seemannsknoten?……. Es gibt nichts Besseres. Den Palstek braucht man fast überall, und ohne den Schotstek würde im Garten keine Flagge wehen.
Die seemännischen Knoten (auch als Stek bezeichnet) zeichnen sich durch drei an sie gestellte Anforderungen aus:
- Sie müssen einfach und schnell herzustellen sein
- Sie müssen unter Zug zuverlässig und sicher halten
- Sie müssen sich im entlasteten Zustand leicht lösen lassen
Es gibt natürlich weit mehr Knoten, als die von uns nachfolgend beschriebenen. Allerdings hat sich herausgestellt, dass man mit diesen als Segelanfänger ganz gut zurecht kommen kann. Wichtig ist nur immer wieder:
ÜBEN, ÜBEN, ÜBEN!!!
Das Auge ist eine lose gelegte oder feste Schlinge
Eine Bucht ist eine haarnadelförmig geschlungene Leine
Ein Törn ist ein Herumlegen der Leine um z.B. einen Poller
Ein Törn ist ein Herumlegen der Leine um z.B. einen Poller
Auge, Bucht und Rundtörn sind eigentlich keine richtigen Knoten. Trotzdem sollte man aber wissen wie sie gehen, denn sie sind Grundvoraussetzung für seemännische Knoten. Schnell spricht man aneinander vorbei, wenn man sich Knoten erklären lässt
Hier nun die Wichtigste :
Wird ein Ende in Form einer Haarnadel gelegt, entsteht eine Bucht.
Auge
Überschneidet sich das Ende entsteht ein Auge. Um ein Auge zu bekommen, greift man die Leine von oben und dreht die Hand nach außen.
Überhandhnoten
Der Überhandknoten ist ein wichtiger Bestandteil vieler anderer Knoten. Er ist die einfachste Art eines Stopperknoten.
Sollte aber als solcher nicht benutzt werden, es sei den er soll dauerhaft sein oder das Ende wird nicht mehr benötigt.
Denn ist er einmal festgezogen, kann man ihn nur noch mit dem Messer öffnen.
Achterknoten
Der Achtknoten sichert das Ende einer Leine gegen Durchrutschen. (zum Beispiel das Ende einer Schot!)
Zuerst ein Auge legen. Dann mit dem kurzen Ende unter dem anderen drunter durch.
Zum Schluss das Ende von oben durch das Auge stecken, festziehen, fertig. Sieht aus wie eine acht.
Kreuzknoten
Mit dem Kreuzknoten verbindet man zwei gleichstarke Leinen.
Erst einmal die Leinen übereinander legen, ein Ende durchstecken.
Auf die selbe Art noch einmal.
Wichtig ist hier, das der Knoten symmetrisch ist; kurz gesagt: Vorn bleibt vorn und hinten bleibt hinten.
einfacher Schotstek
Der einfache Schotstek eignet sich zum Verbinden zweier Seile
sowohl für gleichstarke Seile als auch für Seile unterschiedlicher Stärke oder verschiedener Steifheit.
doppelter Schotstek
Ebenso wie der einfache Schotstek dient der doppelte Schotstek zur Verbindung zweier ungleich starken Leinen oder Enden.
Um mehr Sicherheit zu erhalten, wird einfach noch ein halber Schlag hinzugegeben
Stopperstek
Den Stopperstek benutzt man zum Befestigen einer Leine an an einer dicke Trosse.
Das besondere an diesem Stek ist, dass er sich unter Last zuzieht und danach ohne Last sofort wieder in beide Richtungen auf der Trosse problemlos verschiebbar ist.
Palstek
Der wichtigste Knoten, der einfache Palstek, ergibt ein nicht zuziehbares Auge (Schlinge). gewählt.
Das kurze Ende der Leine in die rechte Hand, das feste in die linke.
Mit der rechten Hand auf der linken ein Auge legen, mit der linken festhalten.
Das Ende der Leine von unten und von links durch das Auge stecken, um das feste Stück herum und dann von oben durch das Auge, festziehen, fertig.
Trossenstek (Trossenschlag)
Verbindung zweier Trossen, die zu wenig lehnig sind, als dass sie durch andere Knoten oder Steks verbunden werden können.
Rundtörn
Beschreibt ein Ende einen vollen Kreis um einen Pfahl etc. entsteht ein Rundtörn.
Rundtörn mit 2 halben Schlägen
Eineinhalb Rundtörn mit zwei halben Schlägen wird beim kurzzeitigen Anlegen an Ringen, Rohren oder Stangen benutzt.
Slipstek
Der Slipstek wird überall verwendet, wo etwas schnell und vorübergehend festgebunden oder aufgehängt wird, aber schnell wieder lösbar sein soll.
Unter wechselnder Belastung hält der Knoten aber nur begrenzt.
Meist wird er nur mit dünnen Leinen oder Schnur benutzt.
Rohringstek
Der Roringstek wird benutzt, um eine Leine an einem Ring zu befestigen, beispielsweise die Leine für den Anker am Ring der Kette.
Belegen einer Klampe – Kopfschlag
Kopfschlag bildet den Abschluss beim Befestigen einer Leine an einer Klampe.
Webleinstek
Der Webleinstek dient zum Festmachen an einem Poller, Pfahl oder an einem anderen festen Gegenstand.
Der Spleiß
ist eine bruchfeste, dauerhafte, nicht lösbare Verbindung von Tauwerk durch Verflechten der einzelnen Kardeele. Er wird auch zur Reparatur von Tauwerk verwendet.
Kreuzspleiß
Augenspleiß
Zierknoten
Krugknoten
Der Krugknoten oder Kannenknoten wird – wie der Name bereits deutlich macht – verwendet
um Gefäßen mit schlankem Hals und einer Verdickung an deren Ende mit einem Tragegriff zu versehen.
Des weiteren dient er zu dekorativen Zwecken wie beispielsweise als Abschluss an Schnüren von Bootsmannspfeifen.
Die Affenfaust
Die Affenfaust ist ein Knoten, der zum Beschweren des Endes einer Wurfleine, zur Sicherung beim Klettern oder als Zierknoten dient.
Diamantknoten
Als Zierknoten wird der Diamantknoten häufig an Lederbändeln in Verbindung mit Schmuck verwendet.
Seeleute verwenden ihn an Pfeifen-Kordeln oder als verzierte Griffleinen am Taschenmesser oder an Reissverschlüssen.
Darauf sollte man beim Umgang mit Leinen achten:
Die Bruchfestigkeit einer Leine an Bord sollte mindestens das 5-fache der möglichen Belastung betragen.
Alles Tauwerk muß laufend auf Scheuerstellen kontrolliert werden. Immerhin hängt beispielsweise von Anker- und Festmacheleinen die Sicherheit von Boot und Besatzung ab.
Leinen mit Abrieb sind sofort durch neue zu ersetzen. Angerauhtes Kunstfasertauwerk kann bis zu 50% seiner Festigkeit einbüßen. Wenn eine Kunstfaserleine bricht, kündigt sich das nicht – wie bei Naturfasertauwerk – optisch oder durch Knirschen an. Es geschieht urplötzlich.
Äußerst wichtig ist es, seine Leine immer klar zum Einsatz liegen zu haben. Deshalb eine Leine stets gleich aufschießen, wenn sie nicht mehr gebraucht wird. Nicht aufgeschossenes Tauwerk hat die unangenehme Eigenschaft sich heillos zu verwirren.























